Die neue türkische Verordnung: Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum
Die Türkei hat eine neue Verordnung eingeführt, die die Umwandlung geeigneter Bürogebäude in Wohneinheiten erleichtert. Die vom Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel ausgearbeitete Änderung der Verordnung über die Flächennutzungsplanung wurde im Amtsblatt veröffentlicht.
Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die sich wandelnden Marktbedingungen infolge der weit verbreiteten Einführung von Remote- und Hybrid-Arbeit. Während viele leerstehende Büroflächen in der Türkei in den letzten Jahren ungenutzt blieben, ist die Nachfrage nach Wohnraum in den großen Städten des Landes weiter gestiegen.
Was sieht die neue Regelung vor?
Die neue Regelung zur Umwandlung von Büro- in Wohnraum in der Türkei führt eine befristete Bestimmung für Büro- und Verwaltungsgebäude ein, für die bereits Baugenehmigungen oder Nutzungsgenehmigungen vorliegen.
Die Änderung gilt für Gebäude in gemischt genutzten Gebieten, in denen die Nutzung als Wohnraum gemäß dem geltenden Bebauungsplan bereits zulässig ist. Anstatt ein komplett neues Planungsverfahren zu durchlaufen, können förderfähige Immobilien eine Nutzungsänderung beantragen, vorbehaltlich der erforderlichen technischen und behördlichen Genehmigungen.
Die aktualisierte türkische Verordnung zur Umnutzung von Büroflächen erhöht zudem den maximalen Anteil an Wohnfläche innerhalb förderfähiger Bauvorhaben. Nach den überarbeiteten Vorschriften kann die Wohnnutzung bis zu 60 % der Gesamtbebauung auf einem Grundstück ausmachen, wodurch mehr Büroeinheiten in Wohnungen umgewandelt werden können, sofern die planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Anträge müssen bis zum 1. Juli 2027 eingereicht werden
Einer der wichtigsten Aspekte der Änderung ist die Antragsfrist.
Immobilieneigentümer, die von der Regelung profitieren möchten, müssen bis zum 1. Juli 2027 eine Sanierungsgenehmigung beantragen, die die Nutzungsänderung widerspiegelt. Nach diesem Datum sind Anträge im Rahmen der durch die Änderung eingeführten Übergangsregelung nicht mehr zulässig.
Wer in der Türkei die Umwandlung von Büros in Wohnungen plant, sollte zudem sicherstellen, dass seine Projekte allen kommunalen Anforderungen, technischen Standards und Genehmigungsverfahren entsprechen, bevor ein Antrag gestellt wird.
Was bedeutet die Regelung für Immobilienbesitzer und Investoren?
Es wird erwartet, dass die Gesetzesänderung die Umwandlung von Bürogebäuden in Wohnraum in der Türkei fördert, insbesondere in Großstädten wie Istanbul, Ankara und Izmir, wo die Leerstandsquoten bei Büroflächen seit der Pandemie gestiegen sind.
Branchenexperten sind der Ansicht, dass die Reform dazu beitragen könnte, das Wohnungsangebot zu erweitern, ohne sich ausschließlich auf Neubauten zu verlassen. Die Umnutzung bestehender Gewerbegebäude könnte zudem zu einer effizienteren Flächennutzung beitragen und gleichzeitig ungenutzte Geschäftsviertel wiederbeleben. Dies könnte Immobilieninvestitionen in der Türkei für Investoren attraktiver machen, die nach langfristigem Wert und Sanierungsmöglichkeiten suchen.
Für Investoren, die an der Umnutzung von Gewerbeimmobilien in der Türkei interessiert sind, schafft die Verordnung einen klareren rechtlichen Rahmen für Sanierungsmöglichkeiten. Jedes Projekt wird jedoch weiterhin individuell auf die Einhaltung der Bebauungsvorschriften, die Gebäudesicherheit, die technische Eignung und die Genehmigungen der lokalen Behörden geprüft.
Weitere Änderungen der Planungsvorschriften
Über die Umnutzung von Bürogebäuden hinaus führt die Novelle mehrere umfassendere Änderungen der türkischen Bebauungsvorschriften ein.
Die überarbeitete Verordnung aktualisiert die Anforderungen an Aufzüge, die Berechnung der Grundfläche, die Sanierungsverfahren für Bestandsgebäude sowie die Verfahren zur Verlängerung von Genehmigungen. Diese Änderungen sind Teil umfassenderer türkischer Stadtentwicklungsvorschriften, die darauf abzielen, die Effizienz von Planungs- und Baupraktiken zu verbessern.
Die Novelle steht zudem im Einklang mit der Wohnungspolitik des türkischen Umweltministeriums, die darauf abzielt, den bestehenden Gebäudebestand besser zu nutzen und gleichzeitig den wachsenden Wohnungsbedarf des Landes zu decken.
Eine neue Chance für den türkischen Immobilienmarkt
Die Reform gilt als eine der bedeutendsten neuen Wohnungsbauvorschriften, die in diesem Jahr in der Türkei eingeführt wurden. Als eine der jüngsten Aktualisierungen der türkischen Immobiliengesetzgebung wird erwartet, dass sie die Aufmerksamkeit von Bauträgern, Immobilienbesitzern sowie in- und ausländischen Investoren auf sich ziehen wird.
Die überarbeiteten Vorschriften für gemischt genutzte Gebäude in der Türkei bieten mehr Flexibilität für förderfähige Bauvorhaben, indem sie den zulässigen Wohnanteil bei bestehenden Projekten erhöhen. Da die Türkei neue Regeln für die Umwandlung von Büro- in Wohnraum einführt, wird erwartet, dass viele Marktteilnehmer Sanierungsmöglichkeiten in zentralen Geschäftsvierteln prüfen werden, in denen die Nachfrage nach Wohnimmobilien weiterhin stark ist.
Für alle, die sich fragen, wie man in der Türkei Bürogebäude in Wohnraum umwandeln kann, bietet der neue Rechtsrahmen einen klareren Weg, auch wenn jedes Projekt weiterhin die lokalen planerischen und technischen Anforderungen erfüllen muss an. Die Verordnung dürfte auch in künftigen Nachrichten zum türkischen Immobilienmarkt eine wichtige Rolle spielen, da die Kommunen mit der Umsetzung der neuen Vorschriften beginnen und Bauträger landesweit Umwandlungsprojekte starten.
Was bedeutet die neue türkische Verordnung zur Umwandlung von Büroflächen letztendlich für Investoren? Die neue Verordnung zielt darauf ab, das Wohnungsangebot zu erhöhen, indem ungenutzte Bürogebäude wieder in Gebrauch genommen werden. Da Sanierungsprojekte an Dynamik gewinnen, könnten Käufer und Investoren zudem von einer größeren Auswahl an Immobilien in der Türkei profitieren.



